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Einrichtung einer internen Innovationsplattform
Adressierte Fähigkeiten
  • Innovationsbereitschaft
  • Innovationsmanagement
Voraussetzungen

Keine

Kurzbeschreibung

Die Einrichtung einer internen Innovationsplattform ermöglicht es kommunalen Stadtwerken, Ideen, Verbesserungsvorschläge und Innovationsprojekte strukturiert zu erfassen, zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln. Unter einer Innovationsplattform wird dabei ein kombinierter Ansatz aus einem digitalen Werkzeug, zum Beispiel ein Intranetmodul oder spezielle Innovationssoftware, und klar definierten Prozessen verstanden, der allen Mitarbeitenden offensteht. Über diese Plattform erhalten Mitarbeitende einen zentralen digitalen Raum, um eigene Ideen einzubringen, bestehende Vorschläge zu kommentieren und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, unabhängig von Hierarchieebenen oder organisatorischer Zuordnung. Die Plattform unterstützt insbesondere Stadtwerke auf dem Weg von eher zufälligem, informellem Ideenaufkommen hin zu einem systematischen Innovationsprozess, der transparent und nachvollziehbar ist. Mitarbeitende werden aktiv in Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden, während Führungskräfte eine steuernde Rolle übernehmen, indem sie priorisieren, Hindernisse ausräumen und Ressourcen für ausgewählte Vorhaben bereitstellen. Ideen können kontinuierlich oder in thematischen Kampagnen gesammelt werden, etwa zu Effizienzsteigerungen, neuen Kundenservices, Nachhaltigkeit oder Digitalisierung interner Prozesse. Neben der Ideensammlung dient die Plattform auch der Dokumentation laufender Innovationsprojekte. Projektstände, Verantwortlichkeiten, Meilensteine und Lernerfahrungen werden sichtbar gemacht, wodurch Transparenz und bereichsübergreifendes Lernen gefördert werden. Dies ist für Stadtwerke besonders relevant, da Fachwissen und Verbesserungspotenziale häufig in einzelnen Bereichen oder bei wenigen Personen gebunden ist. Durch definierte Bewertungs- und Entscheidungskriterien wird sichergestellt, dass die besten Ideen identifiziert und in das Projektportfolio des Stadtwerks überführt werden. Langfristig trägt die Innovationsplattform dazu bei, eine innovationsfreundliche und beteiligungsorientierte Unternehmenskultur zu etablieren. Mitarbeitende erleben, dass ihre Vorschläge sichtbar sind, ernst genommen werden und in nachvollziehbare Entscheidungen sowie konkrete Projekte einfließen. Gleichzeitig gewinnt die Organisation einen strukturierten Überblick über Innovationspotenziale, kann Doppelarbeiten vermeiden und ihre Innovationsaktivitäten eng mit den strategischen Zielen verknüpfen.

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
mittel
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Verantwortliche für Innovationsmanagement oder Digitalisierung
  • IT-Abteilung zur technischen Umsetzung
  • Mitarbeitende aus allen Fachbereichen (Nutzer)

Materielle Ressourcen:

  • Digitale Kollaborations- oder Innovationssoftware
  • Lizenzen oder Anpassung bestehender IT-Systeme
  • Kommunikationsmaterialien zur Einführung
Möglicher Ablauf
  1. Definition der Ziele und Anforderungen an die Plattform
  2. Auswahl oder Entwicklung einer geeigneten Softwarelösung
  3. Festlegung von Spielregeln, Rollen und Bewertungsprozessen
  4. Technische Implementierung und Testphase
  5. Kommunikation und Schulung der Mitarbeitenden
  6. Start erster Ideenkampagnen und kontinuierliche Moderation
Risiken
  • Geringe Beteiligung der Mitarbeitenden
  • Unklare Bewertung und Weiterverfolgung von Ideen
  • Überforderung durch zu viele Vorschläge
  • Fehlende zeitliche Ressourcen für Moderation
  • Wahrnehmung der Plattform als „Ideenablage ohne Umsetzung“
Erfahrungen aus der Praxis