
Unterstützung durch Geschäftsführung und mittleres Management; Grundlegende Prozess- und Rollenbeschreibung vorhanden; Kommunikationsstruktur für interne Abstimmung; Keine hohen finanziellen Anforderungen
Ziel der Maßnahme ist es, Entscheidungs- und Verantwortungsbereiche im Stadtwerk klar zu definieren, zu dokumentieren und transparent zu kommunizieren. Dadurch werden Entscheidungsprozesse beschleunigt, Schnittstellenkonflikte reduziert und die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden gestärkt. Der Prozess beginnt mit einer Ist-Analyse bestehender Strukturen, um Unklarheiten, Doppelzuständigkeiten und Engpässe zu identifizieren. Besondere Betriebsanforderungen wie 24/7-Leitstellen, Rufbereitschaften und Arbeitssicherheit und regulatorische Vorgaben werden explizit berücksichtigt, ebenso Vertretungsregelungen und klare Übergabepunkte zwischen Teams, Schichten und Projekten. Anschließend werden Verantwortlichkeiten und Entscheidungsbefugnisse auf Rollen- oder Teamebene definiert und in geeigneten Formaten dokumentiert, zum Beispiel in Rollenprofilen, Stellenbeschreibungen und Prozessdarstellungen. Eine RACI-Matrix oder ein ähnliches Instrument kann hierbei zur Strukturierung dienen. Im nächsten Schritt erfolgt die gemeinsame Abstimmung der neuen Verantwortungsbereiche mit Führungskräften und Mitarbeitenden, um Akzeptanz zu sichern und praktische Erfahrungen aus dem Alltag zu berücksichtigen. Danach werden die Regelungen offiziell eingeführt und über geeignete Kanäle kommuniziert, etwa in Teamrunden, Intranet oder Führungskräfteformaten. Begleitende Schulungen unterstützen Führungskräfte beim bewussten Delegieren von Verantwortung und beim Umgang mit Entscheidungsfreiräumen, zugleich werden Mitarbeitende für ihre neue Rolle sensibilisiert. Ein regelmäßiger Review-Zyklus (z. B. halbjährlich oder anlassbezogen bei Reorganisationen, Systemwechseln, oder regulatorischen Änderungen) stellt sicher, dass Zuständigkeiten aktuell bleiben und gelebter Praxis entsprechen.