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Regelmäßige Evaluierung interner Prozesse und Strukturen
Adressierte Fähigkeiten
  • Interne Kollaboration
  • Entscheidungsbefugnisse und Verantwortung
Voraussetzungen

Keine

Kurzbeschreibung

Eine regelmäßige Evaluierung sowie eine kontinuierliche Verbesserung der internen Prozesse und Strukturen stellen sicher, dass bestehende Abläufe, Zuständigkeiten und organisatorische Rahmenbedingungen sowie die Zusammenarbeit innerhalb des Stadtwerks effizient, transparent und zukunftsfähig bleiben. Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Stadtwerksprozesse wie Netzbetrieb und Instandhaltung, Marktkommunikation und Abrechnung, Kundenservice, Netzanschlussprozesse sowie bereichsübergreifende Themen wie IT, Projektmanagement und Regulierungsmanagement. Darüber hinaus können durch die Implementierung dieser Maßnahme Innovationspotenziale genutzt, Kreativität gefördert und die Anpassungsfähigkeit an Markt- und Regulierungsveränderungen erhöht werden, was zur zukunftsfähigen Aufstellung des Stadtwerks beiträgt. Im Rahmen der Evaluierung werden unter anderem Arbeitsabläufe, Kommunikationswege, Entscheidungsprozesse, Schnittstellen zwischen Bereichen sowie die Nutzung digitaler Werkzeuge untersucht. Darüber hinaus erfolgt eine Überprüfung bestehender Strukturen, Rollen, Kapazitätsplanungen sowie Schulungsprogramme. Für die Evaluierung können Daten- und Prozesskennzahlen zum Einsatz kommen, kombiniert mit Beteiligungsformaten wie Workshops, Interviews und Umfragen, durch die Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge der Mitarbeitenden systematisch einfließen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse und identifizierten Herausforderungen werden anschließend analysiert, um die Prozesse auf Basis dieser Informationen anzupassen, z. B. hinsichtlich fehlender Schnittstellen, unklarer Zuständigkeiten, langer Abstimmungszeiten oder unzureichend genutzter IT-Systeme. Auf dieser Grundlage werden konkrete Optimierungsmaßnahmen abgeleitet, etwa die Vereinfachung und Standardisierung von Prozessen, die digitale Abbildung von Prozessen, die Einführung oder bessere Nutzung von Tools wie Workflow-Management, Ticketsystemen und Portalen sowie die Anpassung von Rollen und Verantwortlichkeiten. Wichtig ist eine Einbindung aller relevanten Stakeholder und die Schaffung von Verbindlichkeiten, indem die Ergebnisse in konkrete Maßnahmen münden. Die Evaluierung wird als wiederkehrender Bestandteil des Managementsystems des Stadtwerks verankert, zum Beispiel durch jährliche Prozessreviews je Bereich und anlassbezogene Analysen nach größeren Projekten, Störungen oder regulatorischen Änderungen. Die Verantwortung für die Durchführung liegt bei benannten Prozessverantwortlichen, die gemeinsam mit Fachbereichen, IT und Führungskräften Optimierungen planen, priorisieren und deren Umsetzung nachverfolgen. Dabei wird bewusst eine offene Fehler- und Lernkultur gefördert, in der Störungen, Abweichungen und Fehler in erster Linie als Ausgangspunkt für Verbesserungen dienen und nicht zur Schuldzuweisung. Je nach Größe und Reifegrad des Stadtwerks kann die Maßnahme schlank umgesetzt werden, etwa in Form einzelner Workshops zu besonders kritischen Prozessen oder umfassender als etabliertes Prozessmanagementsystem, beispielsweise in Anlehnung an ISO 9001. Eine systematische Überprüfung der Prozesse dient als Grundlage für gezielte Optimierungsmaßnahmen und ermöglicht eine Steigerung der Produktivität und die Erzielung qualitativ hochwertiger Ergebnisse. So kann das Stadtwerk agiler, transparenter und leistungsfähiger werden – insbesondere im Hinblick auf die Herausforderungen der Energiewende, Digitalisierung und steigende Kundenanforderungen.

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
niedrig
Komplexität
mittel
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Projektleitung, die für die Evaluierungs- und Anpassungsprozesse verantwortlich ist
  • Mitarbeitende, die an den Feedbackrunden/Umfragen teilnehmen

Materielle Ressourcen:

  • Evaluierungstools
Möglicher Ablauf
  1. Definition der Ziele und des Rahmens der Evaluierung
  2. Durchführung von Umfragen oder Interviews mit Teammitglieder
  3. Auswertung des gesammelten Feedbacks und Identifikation von Verbesserungspotenzialen
  4. Anpassung der Kollaborationsprozesse basierend auf den Analyseergebnissen
  5. Umsetzung der angepassten Prozesse im täglichen Betrieb
  6. Regelmäßige Evaluierung und Anpassung der Prozesse im festgelegten Intervall.
Risiken
  • Fehlende Unterstützung durch Geschäftsführung und Führungskräfte
  • Überlastung und Prioritätskonflikte mit dem Tagesgeschäft
  • Eine übermäßige Anzahl von gleichzeitig implementierten Änderungen kann die Mitarbeitenden überfordern
  • Fehlende Akzeptanz, wenn Ergebnisse nicht in sichtbare Maßnahmen münden
  • Unklare Ziele und Kennzahlen
  • Ohne regelmäßige Überprüfung der implementierten Prozesse können Rückfälle in alte Arbeitsmuster und Routinen auftreten
Erfahrungen aus der Praxis