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Verbrauchsoptimierung in den eigenen Liegenschaften durch Monitoring und Smart Building-Technologien
Adressierte Fähigkeiten
  • Vorbildfunktion
Voraussetzungen

Keine

Kurzbeschreibung

Die Maßnahme zielt auf die Einführung von Monitoring-Systemen und Smart Building Technologien zur effizienten Nutzung von Energie und Ressourcen in den eigenen Liegenschaften (z.B. Verwaltungsgebäuden, Bädern oder Leitstellen) ab. Sie bildet die Grundlage für eine datenbasierte Steuerung und Optimierung des Gebäudebetriebs und unterstützt die Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen. Durch die Implementierung von Monitoring-Systemen werden Energieverbräuche und Betriebszustände technischer Anlagen kontinuierlich erfasst und ausgewertet. Dies ermöglicht eine transparente Bewertung von Verbrauchsmustern, Lastspitzen und Emissionen und schafft die Basis für gezielte Effizienzmaßnahmen, für die Priorisierung von Investitionen und für die Berichterstattung im Rahmen von Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategien. Smart Building Technologien ergänzen das Monitoring durch automatisierte Steuerungsfunktionen, die in die Regelung von Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Raumklima eingreifen. Auf Basis der erhobenen Daten können Betriebszeiten, Sollwerte und Lasten dynamisch an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden, was Energieeinsparungen erhöht, Betriebskosten senkt und den Komfort für Mitarbeitende und Kundinnen und Kunden verbessert. Die Integration erfolgt idealerweise schrittweise, beginnend mit Pilotliegenschaften und einem einfachen Verbrauchsmonitoring, das später zu einem umfassenden Smart Building System mit automatisierter Regelung ausgebaut werden kann. Voraussetzung sind geeignete Mess- und Sensortechnik, eine belastbare IT- und Kommunikationsinfrastruktur, klare Verantwortlichkeiten im Energiemanagement sowie die enge Zusammenarbeit von Technik, IT und Facility Management. Die Maßnahme trägt zur Reduktion von Betriebskosten, zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen und zur Erreichung der Klimaziele bei. Gleichzeitig baut das Stadtwerk intern Kompetenzen für digitale und datenbasierte Dienstleistungen im Gebäudebereich auf und kann diese Erfahrung in der Beratung von Kommunen und Gewerbekunden nutzen.

Aufwand
Personeller Aufwand
hoch
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
hoch
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Projektmanagement für Planung, Koordination und Überwachung
  • IT-Spezialisten für Integration und Wartung der Systeme
  • Ingenieure und Techniker für Installation und Wartung der Systeme
  • Verantwortliche für die kontinuierliche Auswertung und Ableitung von Optimierungspotenzialen

Materielle Ressourcen:

  • Zähler zur Erfassung von Daten und zur Steuerung von Gebäudefunktionen
  • Netzwerkinfrastruktur, Server und Speicherlösungen zur Kommunikation, Speicherung und Verarbeitung
  • Softwarelösungen für Datenanalyse, Visualisierung und Steuerung
Möglicher Ablauf
  1. Bedarf analysieren, Ziele und Erfolgskennzahlen definieren
  2. Bestandsaufnahme der Gebäudeinfrastruktur
  3. Auswahl der Technologien und Anbieter
  4. Pilotierung in ausgewählten Liegenschaften
  5. Vollständige Implementierung und Einweisung der Mitarbeitenden
  6. Monitoring und kontinuierliche Optimierung
Risiken
  • Cybersecurity-Risiken steigen durch stark vernetzte Smart Building Technologien
  • Systemausfälle und Fehlfunktionen können den Betrieb beeinträchtigen
  • Mangelnde Akzeptanz der Mitarbeitenden im Gebäudebetrieb oder der IT
  • Reine Datensammlung ohne konsequente Nutzung in Entscheidungen und Betriebsführung
  • Hohe Anfangsinvestition und komplexe Integration lohnen sich nicht, falls wenig Einsparpotenziale vorhanden sind
Erfahrungen aus der Praxis

Die Stadtwerke Stuttgart setzen auf intelligente Gebäude- und Energiemanagementsysteme, um ihre Liegenschaften als Vorzeigeprojekte für nachhaltige urbane Infrastruktur zu etablieren und die Energiewende aktiv voranzutreiben.