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Einführung eines Fehlererfassungssystems
Adressierte Fähigkeiten
  • Fehlerkultur
Voraussetzungen

ggf. Durchführung einer Fehlerkultur-Analyse

Kurzbeschreibung

Mit der Implementierung eines Fehlererfassungssystems haben Mitarbeitende die Möglichkeit, eigene Fehler offen und transparent zu dokumentieren. Ein solches System ist in der Lage, Fehler systematisch zu erfassen und zu analysieren. Zudem kann es automatisierte Benachrichtigungen an zuständige Personen senden, wenn ein Fehler gemeldet wird. Wichtige Funktionen könnten unter anderem die Kategorisierung von Fehlern, das Nachverfolgen von Lösungsansätzen sein oder Analysetools, um Muster in den Fehlerdaten zu identifizieren und so gezielte Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. Feedback-Schleifen fördern die regelmäßige Rückmeldung zur Besprechung der Fehler sowie deren Lösungen. Diese Vorgehensweise dient der Problemlösung und Wiederholungsprävention und trägt maßgeblich zur Verbesserung der Prozesse bei. In diesem Kontext leistet die Maßnahme einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung einer offenen und positiven Fehlerkultur. Für die Auswahl und Implementierung eines geeigneten Systems sollte zunächst eine Bedarfsanalyse durchgeführt werden. Hierbei kann das Stadtwerk evaluieren, wie Fehler bislang gemeldet und behoben wurden. Darüber hinaus können die Mitarbeitenden durch Umfragen, Fragebögen oder Interviews hinsichtlich der gewünschten Funktionen des Systems befragt werden. Auf Basis dieser Daten kann ein passendes System ausgewählt werden, das an die spezifischen Arbeitsprozesse des Stadtwerks angepasst ist. Das Fehlererfassungssystem sollte sicherstellen, dass alle personenbezogenen Daten gemäß den geltenden Datenschutzrichtlinien korrekt behandelt werden. Dazu gehört beispielsweise auch der Zugriffsschutz auf sensible Informationen. Zudem sollten die Mitarbeitenden über ihre Rechte im Hinblick auf den Datenschutz informiert werden, einschließlich der Möglichkeit, ihre Daten einzusehen und gegebenenfalls zu löschen. Nach der erfolgreichen Implementierung des Fehlererfassungssystems empfiehlt es sich, dieses zunächst von einer begrenzten Anzahl von Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen testen zu lassen. Diese Maßnahme gewährleistet, dass alle erforderlichen Funktionen ordnungsgemäß arbeiten. Eine begleitende Schulung der Mitarbeitenden ist sinnvoll, um sowohl die Notwendigkeit und den Nutzen einer positiven und offenen Fehlerkultur zu erläutern als auch den korrekten Umgang mit dem Erfassungssystem zu vermitteln. Nachdem das System allen Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt wurde, sollten ebenfalls Feedback-Schleifen implementiert werden, um Anmerkungen und Kritik aufzunehmen und in die weitere Entwicklung einfließen zu lassen. Insgesamt kann ein Fehlererfassungssystem dazu beitragen, den Lernprozess der Mitarbeitenden zu fördern. Verbesserungspotenziale können identifiziert werden, was die Effizienz der Prozesse steigert. Letztlich kann diese Maßnahme auch die Motivation und das Engagement der Mitarbeitenden erhöhen, indem sie aktiv in den Verbesserungsprozess einbezogen werden.

Aufwand
Personeller Aufwand
niedrig
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
mittel
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Projektleitung für die Planung, Umsetzung und Überwachung des Fehlererfassungssystems
  • Fachkräfte aus der IT
  • Mitarbeitende aus verschiedenen Abteilungen zur Teilnahme an der Bedarfsanalyse und als Testgruppe während der Implementierungsphase
  • Fachkräfte (ggf. aus dem Personalwesen) für die Erstellung und Auswertung der Ergebnisse

Materielle Ressourcen:

  • Software zur Erfassung und Analyse von Fehlern
  • Umfrage-Tools
Möglicher Ablauf
  1. Durchführung der Bedarfsanalyse
  2. Recherche und Bewertung geeigneter Softwarelösungen
  3. Einholung von Angeboten und Durchführung von Demos
  4. Erstellung eines Projektplans mit Zeitrahmen, Verantwortlichkeiten und Ressourcen
  5. Technische Implementierung des Systems
  6. Überprüfung des Systems mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen
  7. Schulung der Mitarbeitenden
  8. Vollständige Einführung des Systems für alle Mitarbeitenden
Risiken
  • Eine unzureichende Bedarfsanalyse kann zu unzureichenden Ergebnissen und dementsprechend zu ineffektiven Maßnahmen führen
  • Fehlende oder ineffektive Schulungen können zur unzureichenden Nutzung des Fehlererfassungssystems führen
Erfahrungen aus der Praxis