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Kontinuierliche Umsetzung und Weiterentwicklung der Aspekte der Digitalisierung des Wärmenetz-Transformationsplans
Adressierte Fähigkeiten
  • Erzeugung und Verteilung grüner Wärme
Voraussetzungen

Transformationsplan oder Machbarkeitsstudie für das oder die Wärmenetz(e) zur erneuerbaren/ abwärmebasierten Wärmeversorgung

Kurzbeschreibung

Nach der Erstellung von Transformationsplänen oder Machbarkeitsstudien gilt es, diese umzusetzen, bzw. kontinuierlich weiterzuentwickeln, um die Planung an sich verändernde Rahmenbedingungen anzupassen und technologische Fortschritte oder regulatorische Änderungen (mit besonderem Hinblick auf den Datenschutz) einzubeziehen. Eine Optimierung der Netzsteuerung wird besonders bei der Einbindung erneuerbarer Energien und Abwärme relevant, da bei verteilten Wärmequellen und auch der Umsetzung von Sektorenkopplung die Komplexität im Netz erhöht wird. Durch eine gesteigerte Energieeffizienz können ebenfalls Betriebskosten gesenkt werden. Gleichzeitig erhöht sie die Kundenzufriedenheit durch transparente Verbrauchsdaten und verbesserte Versorgungssicherheit durch präventive Wartung. Bei allen Digitalisierungsmaßnahmen müssen die gesetzlichen Regelungen für Cybersicherheit und Datenschutz (wie z.B. die DSGVO und branchenspezifische IT-Sicherheitsstandards) eingehalten werden, um die Sicherheit der eigenen Systeme und Daten sowie der Kundendaten zu gewährleisten. Außerdem sollten die Maßnahmen so früh wie möglich umgesetzt werden, da eine spätere Installation in der Regel höhere Kosten verursacht. Die anfallenden Datenmengen sollten für reibungslose, sektorenübergreifende Arbeitsabläufe strukturiert erfasst, gespeichert und verarbeitet werden. Mögliche Zielstellungen und resultierende Digitalisierungsmaßnahmen sind beispielsweise die folgenden: -Interne Daten sammeln und nutzen o Installation von intelligenten Zählern zur genauen Verbrauchsmessung und -überwachung o Monitoring-Systeme/IoT-Sensoren für Echtzeit-Datenüberwachung von Temperatur, Druck und Durchfluss im Netz -Analyse der internen Daten o Automatisiertes Screening interner Daten zum Erkennen von Fehlern, Störungen, Ineffizienzen o Implementierung von Datenanalysesystemen zur Auswertung von Betriebsdaten und zur Identifikation von Optimierungspotenzialen -Nutzung externer Daten für effektive Planung o Integration von Marktpreisen, Wetterprognosen und Wärmebedarfsprognosen bei möglichen zukünftigen Versorgungsgebieten -Intelligente Netzsteuerung o Einführung von automatisierten Netzsteuerungssystemen, die intelligente und adaptive Steuerung des Wärmenetzes ermöglichen o Einsatz von prädiktiven Wartungstechnologien, um Ausfälle vorherzusagen und Wartungsarbeiten zu optimieren -Digitale Abbildung und Simulation o Erstellung digitaler Zwillinge des Wärmenetzes zur Simulation und Optimierung von Betriebsabläufen -Kundenintegration o Entwicklung von Online-Portalen für Kunden zur Einsicht in Verbrauchsdaten und zur Optimierung des eigenen Verbrauchs -KI-Einbindung o Integration von KI-basierten Prognosemodellen für Lastvorhersagen o Einsatz von Machine-Learning-Algorithmen zur kontinuierlichen Betriebsoptimierung

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
niedrig
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Projektmanagement aus der Abteilung zur Fernwärme-Strategieentwicklung für die Planung und Koordination der Maßnahmen auf dem Pfad zur Treibhausgasneutralität sowie für die Finanzplanung (Zuständigkeit für Förderungen, Finanzierungspläne, Überwachung der Ausgaben)
  • Technisches Personal für Installation, Betrieb und Wartung der technischen Anlagen
  • IT-Personal für die Datenpflege und das Kundenportal
  • Personal für die Datensammlung- und Auswertung

Materielle Ressourcen:

  • Messeinrichtungen
  • Datenbanksysteme
  • Simulations- und Optimierungsprogramme
  • Software für Datenverarbeitung, Monitoring und Netzsteuerung
Möglicher Ablauf
  1. Festlegung von Prozess und Verantwortlichkeiten für die Umsetzung der Digitalisierungsaspekte des Transformationsplans
  2. Überführung der Digitalisierungsmaßnahmen in konkrete Projekte (Priorisierung, Zeit- und Budgetplanung)
  3. Projektierung, Beschaffung und Umsetzung der priorisierten Digitalisierungsmaßnahmen
  4. Laufendes Monitoring der Nutzung und Wirkung sowie regelmäßige Überprüfung und Anpassung des technologischen Pfads zur Treibhausgasneutralität
Risiken
  • Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen besonders in den Bereichen Datenschutz und Cybersicherheit
  • Cyberangriffe und Systemausfälle
  • Fehlende Interoperabilität der Systeme oder Schwierigkeiten bei der Installation neuer Systeme
Erfahrungen aus der Praxis