
Transformationsplan oder Machbarkeitsstudie für das oder die Wärmenetz(e) zur erneuerbaren/ abwärmebasierten Wärmeversorgung
Nach der Erstellung von Transformationsplänen oder Machbarkeitsstudien für Wärmenetze gilt es diese umzusetzen, bzw. kontinuierlich weiterzuentwickeln, um die Planung an sich verändernde Rahmenbedingungen anzupassen. Dabei gibt es viele technologische Aspekte oder notwendige Upgrades, um eine klimaneutrale Wärmeerzeugung zu ermöglichen. Transformationspläne sollten dabei fest in bestehende Planungs- und Entscheidungsprozesse integriert werden. Verantwortlichkeiten für die Fortschreibung und Priorisierung der Maßnahmen sind klar zuzuordnen. Um die Integration zukunftstauglicher Wärmequellen und eine Investitionsförderung zu ermöglichen, müssen auch netzseitige Maßnahmen umgesetzt werden. Die folgenden beispielhaften Maßnahmen zielen darauf ab, durch technologische Upgrades in den Netzen die Grundlage für eine zukunftsfähige Wärmebereitstellung zu schaffen: - Absenkung der Netztemperaturen, um die Integration von erneuerbaren Wärmequellen oder Abwärme auf einem niedrigeren Temperaturniveau zu ermöglichen und die Verteilverluste zu reduzieren - Nachdämmung der Rohre oder Reduktion der Rohrdimensionierungen, um Verluste zu vermeiden - Erhöhung der Effizienz von Hausstationen/Austausch der Stationen - Erweiterung des Wärmenetzes über eine Erhöhung der Anschlussdichte oder Erschließung neuer Netzgebiete Die technologischen Aspekte des Pfads zur Treibhausgasneutralität sollten in regelmäßigen Zyklen überprüft werden. Dabei sind neue technologische Entwicklungen, Förderprogramme, wissenschaftliche Erkenntnisse, Änderungen der Gesetzeslage sowie die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung systematisch zu berücksichtigen. Auf Basis dieser Überprüfung sollten Maßnahmenprioritäten, Zeitpläne und Investitionsbedarf angepasst werden.