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Durchführung von Teambuilding-Aktionen für eine offene Fehlerkultur
Adressierte Fähigkeiten
  • Fehlerkultur
Voraussetzungen

Keine

Kurzbeschreibung

Der Begriff Fehlerkultur beschreibt, wie in Organisationen mit Fehlern, Rückschlägen und Scheitern umgegangen wird. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, durch Teambuilding-Aktionen eine offene und positive Fehlerkultur zu etablieren. Dabei werden Fehler nicht verdrängt, sondern konstruktiv analysiert und als Ausgangspunkt für gemeinsames Lernen genutzt. So können Wiederholungsfehler vermieden, Risiken reduziert und Verbesserungen systematisch abgeleitet werden. Dies stärkt das Vertrauen der Mitarbeitenden, unterstützt Innovationsprozesse und fördert eine sichere, zuverlässige Arbeitsweise. Die Maßnahme umfasst Veranstaltungen und Workshops, die sich mit bereits aufgetretenen Fehlern befassen. In diesem Zusammenhang kann ein Team beispielsweise in Lessons-Learned-Workshops gemeinsam reflektieren, welche Lehren aus vergangenen Projekten oder Ereignissen gezogen werden können. Ziel ist es, die Ursachen des Scheiterns zu identifizieren und Maßnahmen zur Verbesserung abzuleiten. Diese Erkenntnisse werden dokumentiert und in künftige Projekte integriert. Ein weniger strukturiertes Setting, wie beispielsweise eine Veranstaltung mit dem Titel "Nacht des Scheiterns", ermöglicht es den Teilnehmenden, Pannen und Fehler in anekdotischer und humorvoller Form zu teilen. Dieser Ansatz fördert das Vertrauen unter den Mitarbeitenden und trägt zur Schaffung einer positiven Arbeitsatmosphäre bei. Neben einzelnen Events sollten auch strukturelle Maßnahmen, z.B. feste Feedbackrunden, die Dokumentation von Fehlern und eine systematische Verankerung in der Unternehmenskultur und Führungskräfteentwicklung eingeführt werden. Ein offener Austausch führt zu einer verbesserten Kooperation und ermöglicht den Mitarbeitenden eine effektivere Zusammenarbeit. Dies führt zu einer höheren Produktivität und Innovationskraft, was die Zukunftsfähigkeit des Stadtwerks und seine Rolle als verlässlicher Partner in der Daseinsvorsorge stärkt. Eine offene Fehlerkultur trägt auch dazu bei, dass Unternehmen agiler und anpassungsfähiger sind.

Aufwand
Personeller Aufwand
niedrig
Zeitlicher Rahmen
niedrig
Komplexität
niedrig
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Moderator:in der Veranstaltung
  • Teilnehmende Fachkräfte aus verschiedenen Abteilungen

Materielle Ressourcen:

    Möglicher Ablauf
    1. Identifikation von Themen und Projekten, die besprochen werden sollten
    2. Planung der Veranstaltung
    3. Durchführung der Veranstaltung
    4. Dokumentation der Ergebnisse
    5. Evaluation der Maßnahme und Sammlung von Feedback
    Risiken
    • Mitarbeitende können mit Widerstand auf die Veränderungen reagieren, die aus einer offenen Fehlerkultur resultieren
    • Eine mangelnde Teilnahme der Mitarbeitenden kann dazu führen, dass die Maßnahme wirkungslos bleibt
    • Wichtige Erkenntnisse können verloren gehen, wenn sie nicht ordnungsgemäß festgehalten werden
    • Missverständnis des Konzepts der offenen Fehlerkultur kann zu Nachlässigkeit oder fehlender Verantwortung führen
    • Fehlende Akzeptanz, wenn die Kultur nicht von den Führungskräften vorgelebt wird
    Erfahrungen aus der Praxis

    Die Stadtwerke Düsseldorf führen eine offene Fehlerkultur ein, bei der auch Führungskräfte ihre Fehler offenlegen, um andere am gemeinsamen Lernprozess teilhaben zu lassen. Dies geschieht über das Workshop-Konzept „Fehler besprechbar machen“, mit den Teams ihre Sichtweise auf Fehler ändern und diese als wichtigen Bestandteil einer lernenden Organisation begreifen