
Delegationsmatrix & Governance-Leitfaden
Die Maßnahme zielt darauf ab, ein abteilungsübergreifendes Rotationsprogramm einzuführen, damit Mitarbeitende Schnittstellen und Arbeitsweisen anderer Bereiche besser verstehen. Ausgangspunkt sind Reibungsverluste zwischen Organisationseinheiten, die aus fehlendem Einblick in vorgelagerte oder nachgelagerte Prozesse entstehen. Personalbereich und Bereichsleitungen wählen gezielt Mitarbeitende aus Rollen mit vielen Schnittstellen aus, etwa aus Netzbetrieb, Abrechnung, Kundenservice oder IT. Vor dem Start definieren abgebende und aufnehmende Führungskraft Lernziele, Aufgabenpakete, benötigte Zugänge und eine feste Ansprechperson im Zielbereich. Die Rotation dauert vier bis sechs Wochen und umfasst Mitarbeit in realen Vorgängen, Teilnahme an Teamterminen und die Dokumentation beobachteter Schnittstellenprobleme. Ein Zwischengespräch verhindert Überlastung und passt Aufgaben an. Zum Abschluss stellt die teilnehmende Person Erkenntnisse und Verbesserungsvorschläge beiden Bereichen vor. Der Personalbereich verfolgt vereinbarte Maßnahmen nach. So entstehen Netzwerke, Prozessverständnis und höhere Veränderungsakzeptanz im Stadtwerk. Die dokumentierten Beobachtungen fließen in Prozessverbesserungen ein und machen Nutzen und Aufwand des Programms nachvollziehbar.