
PMO eingerichtet; Methodenkatalog definiert
Für ein verlässliches Projektportfolio-Management richtet die Geschäftsführung ein Portfolio-Gremium ein, in dem Bereichsleitungen, Controlling, Ressourcenverantwortliche und zentrale Projektleitung monatlich entscheiden. Jede neue Initiative wird mit einem kurzen Projektantrag beschrieben, der Nutzen, Kosten, Risiken, Abhängigkeiten und benötigte Kapazitäten transparent macht. Das Gremium bewertet die Anträge nach klaren Kriterien wie strategischer Beitrag, Kundennutzen, Terminrisiko und Ressourcenbelastung und priorisiert sie. Ein Phasen-Freigabeprozess legt fest, welche Informationen zu Ideenphase, Planung, Umsetzung und Abschluss vorliegen müssen und wann ein Stopp, ein Kurswechsel oder eine Fortsetzung beschlossen wird. Zur Dokumentation nutzt das Team eine Portfolio-Software oder ein geeignetes Portfolio-Modul, in dem Projektleitende Status, Budget, Risiken und Ressourcenauslastung laufend pflegen. So werden Überlastung, Doppelarbeiten und stille Projekte reduziert und Mittel gezielt auf wenige, wirksame Vorhaben gelenkt. Vor jeder Priorisierungsrunde melden Ressourcenverantwortliche verfügbare Kapazitäten, damit Zusagen realistisch bleiben. Projektleitende nutzen die Freigabetermine, um Entscheidungen vorzubereiten und Eskalationen früh zu klären. Ein übersichtlicher Portfolio-Bericht ersetzt Einzelabfragen und macht Zielkonflikte sichtbar.