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Mit fortschreitender Energiewende gewinnt die Flexibilisierung der Stromnachfrage – also die bedarfsgerechte Anpassung des Verbrauchs an die Erzeugung – zunehmend an Bedeutung. Parallel wächst die Nachfrage nach flexiblen, dynamischen und nachhaltigen Tarifen und Lösungen. Damit ergeben sich neue Anforderungen an den Vertrieb, um sich als innovativer und zukunftsorientierter Energiepartner zu positionieren. Für Stadtwerke eröffnen sich vielfältige Geschäftsfelder, etwa das Angebot dynamischer Stromtarife (seit 2025 verpflichtend anzubieten), das Management und die Optimierung von Batteriespeichern, intelligentes Lademanagement für Elektrofahrzeuge sowie Lastmanagement-Pakete und digitale Steuerungstools für Privat- und Gewerbekunden zur gezielten Anpassung des Verbrauchs an die Erzeugung. Ergänzend kommen neue Wertschöpfungsoptionen hinzu, wie die Vermarktung von Flexibilitäten am Regelenergiemarkt, die Integration in virtuelle Kraftwerke, die Entwicklung sektorgekoppelter Quartiers- und Areallösungen oder die Kooperation mit Industrie und Gewerbe zur Nutzung von Abwärme und flexiblen Lasten. Um dieses Thema gezielt im Vertrieb zu verankern, braucht es eine fundierte strategische Grundlage. Die Maßnahme zielt daher darauf ab, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Produkte, Dienstleistungen und Kooperationspartner durchzuführen sowie Lücken und Potenziale zu identifizieren. Darauf aufbauend werden Weiterentwicklungsmöglichkeiten des Portfolios abgeleitet und eine Vertriebsstrategie zum Aufbau neuer Geschäftsbereiche entwickelt. Ziel der Maßnahme ist es, Transparenz über bestehende Aktivitäten und Marktpotenziale zu schaffen, ein strategisches und marktorientiertes Vertriebskonzept zu erarbeiten und damit die Grundlage für nachfolgende Maßnahmen zu legen. Die Strategieentwicklung sollte von einem interdisziplinären Projektteam aus Vertrieb, Technik, Produktentwicklung und – falls vorhanden – Energiewirtschaft/Regulierung vorangetrieben werden. Im ersten Schritt erfolgt eine Markt- und Regulierungsanalyse, einschließlich der Definition relevanter Zielkundengruppen und einer Wettbewerbsanalyse. Darauf folgt die Erhebung des Status quo zu bestehenden Produkten, Partnerschaften, internen Prozessen und Kompetenzen. Aus den Ergebnissen werden Ziele und strategische Leitlinien formuliert, aus denen sich konkrete Maßnahmen ableiten: z. B. die Entwicklung neuer Produkte oder Tarife (ggf. gemeinsam mit Drittanbietern), der gezielte Know-how-Aufbau, die Bereitstellung erforderlicher Infrastruktur (z. B. Steuer- und Messtechnik, IT-Systeme, Plattformen, Schnittstellen zu Marktpartnern), die Ausarbeitung von Marketing- und Kommunikationsstrategien sowie die Planung von Pilotprojekten.