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Aufbau eines gemeinsamen Anforderungs- und Priorisierungsprozesses für IT-Vorhaben
Adressierte Fähigkeiten
  • Business IT Alignment
  • Digitalisierungsmanagement
Voraussetzungen

Durchführung eines Business-IT-Alignment-Checks; Benannte Ansprechpersonen in Fachbereichen und IT

Kurzbeschreibung

Die Maßnahme umfasst den Aufbau eines gemeinsamen Anforderungs- und Priorisierungsprozesses für IT-Vorhaben. Viele Anforderungen entstehen dezentral, werden unterschiedlich beschrieben oder erreichen die IT erst, wenn Lösungen bereits erwartet werden. Fachbereiche, IT und Controlling definieren daher einen einheitlichen Aufnahmeweg für neue Bedarfe. Eine kurze Vorlage beschreibt fachliches Problem, erwarteten Nutzen, betroffene Prozesse, Dringlichkeit, Risiken und vorhandene Daten oder Systeme. Ein gemeinsames Bewertungsschema hilft, Vorhaben nach strategischem Beitrag, Aufwand, Abhängigkeiten und Umsetzbarkeit einzuordnen. In einem regelmäßigen Priorisierungstermin prüfen Fachbereichsvertretungen und IT die eingegangenen Anforderungen, entscheiden über nächste Schritte und dokumentieren Begründungen transparent. Kleinere Anliegen werden direkt an Betrieb oder Support übergeben, größere Vorhaben in Projekt- oder Budgetplanung aufgenommen. Nach einer Pilotphase werden Taktung, Kriterien und Rollen nachgeschärft und im Intranet verständlich veröffentlicht. Das Stadtwerk erhält damit eine nachvollziehbare Pipeline für IT-Bedarfe, reduziert Doppelanfragen und richtet begrenzte IT-Kapazitäten stärker am fachlichen Nutzen aus.

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
mittel
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • IT-Abteilung
  • Fachabteilungen
  • Controlling
  • Projektmanager aus IT
  • Geschäftsführung

Materielle Ressourcen:

  • Anforderungsmanagement-Tool
  • Priorisierungsmatrix
  • Projektportfolio-Übersicht
  • Vorlagen für Bedarfsmeldungen
Möglicher Ablauf
  1. Bestehende Anforderungswege aufnehmen
  2. Bewertungskriterien für Nutzen, Aufwand, Risiko und Dringlichkeit definieren
  3. einheitliche Vorlage erstellen
  4. Intake-Kanal einrichten
  5. Priorisierungsrunde mit Fachbereichen und IT pilotieren
  6. Entscheidungen dokumentieren
  7. Prozess in Regelbetrieb überführen
Risiken
  • Anforderungen werden weiterhin bilateral eingereicht
  • Verbindlichen Intake-Kanal kommunizieren und Ausnahmen begründen
  • Priorisierung wirkt politisch
  • Bewertungskriterien transparent machen
  • Prozess wird zu langsam
  • einfache Vorlagen und feste Entscheidungstakte nutzen
Erfahrungen aus der Praxis