SW Check Logo
Einführung eines Nutzen- und Wirkungscontrollings für Digitalisierungsmaßnahmen
Adressierte Fähigkeiten
  • Digitalisierungsmanagement
  • Datenbasierte Entscheidungsfindung
Voraussetzungen

Einführung eines einheitlichen Digitalisierungs-Projektstandards; definierte Nutzenkennzahlen; verfügbare Projektstatusdaten

Kurzbeschreibung

Ziel der Maßnahme ist es, den Nutzen von Digitalisierungsmaßnahmen nach Einführung systematisch zu überprüfen und daraus Verbesserungen abzuleiten. Häufig endet die Steuerung mit dem Projektabschluss, obwohl erst im Betrieb sichtbar wird, ob Bearbeitungszeiten sinken, Datenqualität steigt oder Mitarbeitende die Lösung tatsächlich nutzen. IT, Fachbereiche, Controlling und Prozessverantwortliche definieren je Maßnahme wenige Nutzenkennzahlen, Ausgangswerte und Zielkorridore. Nach dem Rollout werden Nutzungsdaten, Prozesskennzahlen und Rückmeldungen aus den Teams regelmäßig ausgewertet. Abweichungen führen nicht automatisch zum Abbruch, sondern zu konkreten Nachsteuerungen wie Schulungen, Prozessanpassungen oder Anpassungen der Verantwortlichkeiten. Die Kennzahlen werden verständlich dokumentiert und mit den ursprünglichen Nutzenannahmen aus dem Projektstart abgeglichen. Verantwortliche klären zudem, welche Daten automatisiert verfügbar sind. Das Berichtswesen bleibt schlank und konzentriert sich auf Wirkungen, Risiken und offene Entscheidungen. Geschäftsführung und Digitalisierungsmanagement erhalten dadurch eine belastbare Grundlage, um Ressourcen gezielt zu verschieben, erfolgreiche Ansätze zu skalieren und Maßnahmen ohne erkennbaren Mehrwert kontrolliert zu beenden.

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
mittel
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Controlling
  • Digitalisierungsmanagement
  • IT-Abteilung
  • Fachabteilungen
  • Prozessverantwortliche

Materielle Ressourcen:

  • Kennzahlen-Dashboard
  • Reporting-Vorlagen
  • Datenexporte aus Projekt- und Fachsystemen
  • Befragungswerkzeug
Möglicher Ablauf
  1. Nutzenlogik je Maßnahme festlegen
  2. Ausgangswerte und Zielkorridore erfassen
  3. Datenquellen und Verantwortliche bestimmen
  4. Auswertung nach Rollout durchführen
  5. Nachsteuerungen ableiten
  6. Portfolio-Entscheidungen dokumentieren
Risiken
  • Kennzahlen können falsche Anreize setzen
  • durch qualitative Rückmeldungen ergänzen
  • Daten sind eventuell nicht automatisiert verfügbar, daher mit wenigen belastbaren Kennzahlen starten
  • Nutzen kann zu früh bewertet werden, deshalb Review-Zeitpunkte passend wählen
Erfahrungen aus der Praxis