
Etablierung verbindlicher Partnerdaten-Standards und Datenverträge; Erweiterung des Enterprise Ressource Planning (ERP)
Die Maßnahme zielt darauf ab, externe Prozessdaten automatisiert in relevante ERP-Abläufe einzubinden und dort operativ nutzbar zu machen. Ausgangspunkt sind digitale Partnerdaten, die zwar vorhanden sind, aber häufig getrennt geprüft und manuell in interne Vorgänge übertragen werden. IT, ERP-Verantwortliche und Fachbereiche wählen zwei bis drei kritische Austauschprozesse aus, etwa Dienstleisterrückmeldungen, Lieferavis, Netzanschlussunterlagen oder Marktpartnerdaten. Für diese Prozesse werden Datenfelder, Prüfregeln, Fehlerfälle und Zielbuchungen im ERP festgelegt. Anschließend entstehen Schnittstellen oder Importstrecken, die Partnerdaten übernehmen, validieren und den passenden Vorgängen zuordnen. Sachbearbeitende erhalten Ausnahmenlisten, statt jeden Datensatz vollständig zu prüfen. Ein Pilot misst Durchlaufzeiten, Fehlerquoten und Rückfragen und passt Regeln an. Datenschutz, Informationssicherheit und Fachfreigaben begleiten den Betrieb. Die Umsetzung beginnt bewusst mit begrenztem Umfang, damit Fachbereiche Nutzen und Fehlerbilder kontrolliert bewerten können. Ergebnis sind weniger Medienbrüche, schnellere Prozessdurchläufe und eine bessere Grundlage, um externe Daten später prozessübergreifend zu analysieren und für Optimierungsvorschläge zu nutzen.