
Ein oder mehrere Services im Bereich der Energiedienstleistungen sollten bereits in den Tätigkeiten des Stadtwerks etabliert sein.
Das Geschäftsfeld Energiedienstleistungen setzt sich typischerweise aus verschiedenen kleineren Geschäftsfeldern (z.B. PV, Energieberatungen, E-Mobilität, Smart-Home-Angebote) zusammen, die je nach lokalen Gegebenheiten und strategischer Ausrichtung maßgeschneidert konfiguriert werden können. Das Gesamtportfolio ist oft historisch gewachsen, uneinheitlich positioniert und wenig strategisch ausgerichtet. Die Maßnahme „Analyse des existierenden Gesamtportfolios an Energiedienstleistungen“ zielt darauf ab, das Gesamtportfolio strategisch zu bewerten, um Transparenz zu schaffen, Lücken zu erkennen und das Portfolio strukturiert zu koordinieren und optimieren sowie kundenorientiert weiterzuentwickeln. Die Analyse umfasst die Erhebung der bestehenden Energiedienstleistungen, inkl. einer Übersicht, wer diese intern verantwortet, welche Kundensegmente bedient werden und wie aktiv sie vertrieben werden. Anschließend sollte eine Bewertung nach wirtschaftlichen, strategischen und operativen Kriterien erfolgen. Quantitative Bewertungskriterien sind die Kundenanzahl, der Umsatz/Deckungsbeitrag, der interne Ressourcenaufwand und die wirtschaftliche Rentabilität. Ebenso relevant sind die Fragen nach der strategischen Relevanz, der Wettbewerbssituation und den Marktpotenzialen. Dabei sollte besondere Aufmerksamkeit auf die spezifischen regionalen Faktoren (z.B. der Gebäudebestand, Verkehrsnutzung oder Kommunalordnung für den rechtlichen Handlungsrahmen des Stadtwerks) gelegt werden. Dabei können verschiedene Modelle und Methoden (BCG-Matrix, McKinsey-Matrix, Business Model Canvas, SWOT-Analysen) zum Einsatz kommen, um die Dienstleistungen strukturiert zu bewerten und die Ergebnisse zu visualisieren. Aus der Analyse kann abgeleitet werden, welche Kundenbedarfe nicht gut bedient werden und welche Zukunftsthemen fehlen. Auch relevant ist die Frage nach möglichen Cross-Selling-Potenzialen zwischen unterschiedlichen Produkten. Daraus können Ableitungen getroffen werden, welche Energiedienstleistungen beibehalten und ausgebaut, welche überarbeitet und welche eingestellt oder ausgelagert werden sollten. Die Ergebnisse können beispielsweise in Form eines EDL-Portfolioberichts strukturiert aufbereitet und bewertet werden. Die Analyse schafft Klarheit darüber, wohin sich das EDL-Portfolio entwickeln soll, und wo es nicht länger Ressourcen binden sollte.