
Zielbild; Datenstandards; erste Mess-/Steuerungs- oder Messsystem-Daten verfügbar
Der digitale Zwilling ist ein rechnergestütztes Netzmodell, das fortlaufend mit aktuellen Mess- und Zustandsdaten aktualisiert wird. Er berechnet Lastflüsse, erkennt potenzielle Engpässe frühzeitig und leitet konkrete Maßnahmen ab (z. B. Umschaltungen, Spannungshaltung, gezielte Steuerung). Zusätzlich unterstützt er die vorausschauende Instandhaltung, indem Zustände von Betriebsmitteln wie Transformatoren und Leitungen bewertet werden. Das Stadtwerk baut ihn gestuft auf: Start mit einem Pilotgebiet („Steuerbarkeit weniger Netze“ oder „Sichtbarkeit vieler Netze“), dann Ausbau mit Test- und Feedbackschleifen. Netzbetrieb, Planung und IT/OT definieren gemeinsam, welche Entscheidungen der Zwilling unterstützen soll und wie Ergebnisse im Leitsystem genutzt werden. Abgrenzung zu einem reinen „Zustandsanalyse-Pilot“: Der digitale Zwilling wird zum dauerhaft betriebenen Kernwerkzeug für Betrieb und Planung, nicht nur zur punktuellen Analyse.