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Netz- und Messdaten für bessere Netzplanung und Verteilung grünen Stroms nutzen
Adressierte Fähigkeiten
  • Stromnetz-Monitoring
  • Verteilung grünen Stroms
Voraussetzungen

Datenstandards; mindestens erste Ausbaustufe Mess-/Steuerungstechnik oder Messsysteme

Kurzbeschreibung

Netzplanung und Netzbetrieb bauen gemeinsam eine wiederholbare Auswertungskette auf, die Mess- und Betriebsdaten in Planungsentscheidungen überführt. Dafür werden Last- und Einspeiseprofile je Netzabschnitt abgeleitet, Prognosen (z. B. aus Anschlussanfragen, PV-/Wärmepumpen-Trends) mit realen Messwerten kalibriert und Unsicherheiten sichtbar gemacht. Die Ergebnisse fließen in standardisierte Planungsgrundsätze: Wo sind Netzverstärkungen nötig, wo reichen Betriebsmaßnahmen, wo ist Anschlussmanagement anzupassen. Zusätzlich wird ein Engpass-Atlas erstellt, der zeigt, in welchen Bereichen erneuerbare Einspeisung oder neue Verbraucher schneller möglich sind und wo zuerst investiert werden muss. Das verbessert die Priorisierung von Netzausbau und Betrieb, reduziert Fehlplanungen und beschleunigt die Integration erneuerbarer Energien, weil Entscheidungen weniger auf Annahmen und stärker auf belastbaren Daten beruhen.

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
mittel
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Netzplanung
  • Netzbetrieb
  • Datenmanagement/BI
  • GIS/Asset-Management
  • Controlling
  • Data-Analytics-Unterstützung
  • ggf. Dienstleister Prognosemodelle/Lastfluss-Auswertung

Materielle Ressourcen:

  • Datenplattform/BI-Werkzeuge
  • Prognose- und Auswertungswerkzeuge (Kategorie)
  • Rechenkapazität für Lastfluss-/Profilberechnungen (Kategorie)
  • Berichtsvorlagen/Dashboarding (Kategorie)
Möglicher Ablauf
  1. Gemeinsame Fragestellungen und Kennzahlen festlegen (Engpass
  2. Spannung
  3. Auslastung)
  4. Datenquellen anbinden und Qualität prüfen
  5. Standardauswertungen und Prognoseansätze definieren (monatlich/vierteljährlich)
  6. Planungsgrundsätze und Entscheidungsregeln aktualisieren
  7. Engpass-Atlas veröffentlichen (intern) und regelmäßig aktualisieren
  8. Anschließend: Digitaler Zwilling
  9. Zielgerichteter Netzausbau
  10. Flexibilitäten erschließen
Risiken
  • Datenlücken führen zu Scheinsicherheit → Qualitätskennzeichen und Unsicherheitsbereiche immer mit ausweisen
  • Betrieb/Planung arbeiten weiter getrennt → feste Regeltermine
  • gemeinsame KPIs
  • Auswertungen werden einmalig statt dauerhaft → automatisierte Berichte
  • klare Verantwortliche
Erfahrungen aus der Praxis