
Zielbild; Datenstandards (mindestens Mindeststandard)
Der Netzbereich identifiziert innerhalb von 6 Wochen die Stationen und Abgänge, an denen Mess- und Steuerungstechnik den größten Nutzen bringt (Engpassregionen, hohe Einspeisung, hohe Störanfälligkeit). Anschließend werden Ortsnetzstationen schrittweise digitalisiert: Einbau von Spannungs- und Strommessung, Zustandsmeldungen (z. B. Schalterstellungen, Temperatur), sowie Fernwirkfähigkeit für definierte Schalthandlungen. Wo wirtschaftlich sinnvoll, werden Abgangsmessungen ergänzt, um Lastflüsse im Niederspannungsnetz besser zu verstehen. IT/OT sorgt für sichere Kommunikation (z. B. verschlüsselte Übertragung, Segmentierung) und klare Datenwege ins Leitsystem und in die Datenplattform. Netzbetrieb erhält dadurch eine belastbare Sicht auf Spannungshaltung und Auslastung, kann Grenzwertverletzungen früher erkennen und Maßnahmen (Schalten, Umkonfigurieren, gezielte Entstörung) schneller ausführen.