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Ausbau der Mess- und Steuerungstechnik in Ortsnetz und Umspannung
Adressierte Fähigkeiten
  • Stromnetz-Monitoring
  • Aktiver Netzbetrieb
Voraussetzungen

Zielbild; Datenstandards (mindestens Mindeststandard)

Kurzbeschreibung

Der Netzbereich identifiziert innerhalb von 6 Wochen die Stationen und Abgänge, an denen Mess- und Steuerungstechnik den größten Nutzen bringt (Engpassregionen, hohe Einspeisung, hohe Störanfälligkeit). Anschließend werden Ortsnetzstationen schrittweise digitalisiert: Einbau von Spannungs- und Strommessung, Zustandsmeldungen (z. B. Schalterstellungen, Temperatur), sowie Fernwirkfähigkeit für definierte Schalthandlungen. Wo wirtschaftlich sinnvoll, werden Abgangsmessungen ergänzt, um Lastflüsse im Niederspannungsnetz besser zu verstehen. IT/OT sorgt für sichere Kommunikation (z. B. verschlüsselte Übertragung, Segmentierung) und klare Datenwege ins Leitsystem und in die Datenplattform. Netzbetrieb erhält dadurch eine belastbare Sicht auf Spannungshaltung und Auslastung, kann Grenzwertverletzungen früher erkennen und Maßnahmen (Schalten, Umkonfigurieren, gezielte Entstörung) schneller ausführen.

Aufwand
Personeller Aufwand
hoch
Zeitlicher Rahmen
hoch
Komplexität
hoch
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Netzbetrieb/Leitstelle
  • Instandhaltung/Asset
  • OT-Engineering
  • IT/OT-Sicherheit
  • Einkauf
  • Baukoordination
  • Hersteller-/Lieferanten-Engineering
  • Bau- und Montagepartner
  • Systemintegrator (Leitsystem/Kommunikation)

Materielle Ressourcen:

  • Mess- und Sensorikkomponenten (Kategorie)
  • Stationsautomatisierung/Fernwirktechnik (Kategorie)
  • Kommunikationsinfrastruktur (Kategorie)
  • Leitsystem- und Datenplattform-Anbindung (Kategorie)
  • Prüf- und Abnahmeequipment (Kategorie)
Möglicher Ablauf
  1. Prioritätenliste Stationen/Abgänge nach Nutzen erstellen
  2. Standardpakete je Stationstyp definieren (Messung
  3. Meldungen
  4. Fernwirken)
  5. sichere Kommunikations- und Betriebsführungskonzepte festlegen
  6. Pilot umsetzen
  7. Betriebserfahrung sammeln
  8. Standards nachschärfen
  9. Rollout bündeln (Losbildung)
  10. Abnahme- und Wartungsprozesse etablieren
  11. Anschließend: Daten zur Netzplanung nutzbar machen
  12. Digitaler Zwilling
  13. Flexibilitäten erschließen
Risiken
  • Einbau behindert Betrieb → Bauabläufe mit Schaltplanung
  • klare Sperrkonzepte
  • OT-Sicherheitslücken → Härtung
  • Segmentierung
  • regelmäßige Updates und Tests
  • Datenflut ohne Nutzen → Messpunkte strikt an Use Cases koppeln
  • Alarmregeln sauber definieren
Erfahrungen aus der Praxis