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Flexibilitäten erschließen und operativ steuerbar machen
Adressierte Fähigkeiten
  • Aktiver Netzbetrieb
Voraussetzungen

Zielbild; Rollout intelligenter Messsysteme (für Steuerbarkeit) und/oder Mess-/Steuerungstechnik in Stationen

Kurzbeschreibung

Ziel der Maßnahme ist es, vorhandene Flexibilitäten im Netzgebiet zu identifizieren und für den operativen Netzbetrieb steuerbar zu machen. Netzbetrieb, Kundenservice und Regulierung erfassen zunächst geeignete Anlagen wie Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher oder flexible Gewerbeprozesse und ordnen sie priorisierten Engpassregionen zu. Anschließend werden Vereinbarungen und Betriebsregeln entwickelt, die festlegen, welche Flexibilität in welchem Umfang genutzt werden darf, wie Kundinnen und Kunden informiert werden und wie die Wirkung gemessen wird. Technisch entsteht ein Koordinationsprozess, der Steueranforderungen aus dem Netzbetrieb in konkrete Signale übersetzt und Rückmeldungen dokumentiert. Datenschutz, Kommunikationsregeln und Verantwortlichkeiten werden früh geklärt. Ergebnis sind kurzfristig entlastete Netzabschnitte, weniger teure Sofortmaßnahmen und ein standardisierter Ablauf für aktiven Netzbetrieb. Die Maßnahme startet mit einem Pilot in einem klar abgegrenzten Netzbereich. Nach jeder Aktivierung werden Wirkung, Kundenrückmeldungen und technische Zuverlässigkeit ausgewertet, um Regeln und Verträge schrittweise zu verbessern. So entsteht eine belastbare Grundlage, um Flexibilität vom Sonderfall in den Regelprozess zu überführen.

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
mittel
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Netzbetrieb/Leitstelle
  • Kundenservice
  • Regulierung/Compliance
  • Messstellenbetrieb
  • IT/Prozessmanagement
  • juristische Unterstützung für Vertragsmodelle
  • Kommunikation/Change-Begleitung
  • ggf. Dienstleister für Flexibilitätsplattform (Kategorie)

Materielle Ressourcen:

  • Vorlagen/Tools für Vertrags- und Prozessdokumentation (Kategorie)
  • Systeme zur Steueranforderung und Rückmeldung (Kategorie)
  • Monitoring-/Reporting-Werkzeuge (Kategorie)
  • Kommunikationsmaterialien für Kunden (Kategorie)
Möglicher Ablauf
  1. Flex-Potenziale je Engpassgebiet erheben und priorisieren
  2. Betriebsregeln
  3. Kundendialog und Vertragsmuster entwickeln
  4. Prozess „Anfordern–Ausführen–Rückmelden–Dokumentieren“ definieren
  5. Pilot in einem Engpassgebiet
  6. Wirkung und Akzeptanz messen
  7. Skalieren
  8. Standardberichte und Lessons Learned etablieren
  9. Anschließend: Dynamisches Lastmanagement in größerem Umfang
  10. Digitaler Zwilling (Optimierung)
Risiken
  • Akzeptanzprobleme bei Kunden → transparente Regeln
  • begrenzte Eingriffe
  • guter Serviceprozess
  • Wirkung geringer als erwartet → Pilot mit Messnachweis
  • Auswahl nach Engpassrelevanz
  • laufende Optimierung
  • Überlastung der Leitstelle → automatisierte Vorschläge/Standardabläufe
  • klare Eskalationsstufen
Erfahrungen aus der Praxis