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Einführung von Überlastungsindikatoren
Adressierte Fähigkeiten
  • Kapazitätsmanagement
Voraussetzungen

Keine

Kurzbeschreibung

Die Maßnahme zielt auf die Einführung von Indikatoren zur frühzeitigen Erkennung von Überlastungen im Arbeitsalltag der Mitarbeitenden ab. Ziel ist es, kritische Belastungssituationen systematisch zu identifizieren, bevor sie sich negativ auf Gesundheit, Motivation oder Produktivität auswirken. So können Führungskräfte rechtzeitig reagieren und gezielte Gegenmaßnahmen einleiten. Im Mittelpunkt steht die Definition und kontinuierliche Überwachung relevanter Leistungskennzahlen, wie z. B. Arbeitsvolumen, Fehlzeiten, Projektlast oder Rückmeldungen aus Mitarbeiterbefragungen. Diese Indikatoren werden in bestehende HR- oder Führungsprozesse integriert und regelmäßig ausgewertet, um Trends und Belastungsspitzen sichtbar zu machen. Der Schutz der Daten sollte in jedem Fall sichergestellt werden, da es sich hierbei um sensible personenbezogene Daten handelt. Die Maßnahme fördert eine Kultur der Achtsamkeit und Prävention. Führungskräfte erhalten ein Instrument zur besseren Einschätzung der Teamdynamik und Arbeitsbelastung, während Mitarbeitende das Signal erhalten, dass ihr Wohlbefinden ernst genommen wird. Die Einführung kann durch Schulungen, Kommunikationsmaßnahmen und technische Tools begleitet werden. Die Maßnahme verfolgt einen präventiven und unterstützenden Ansatz. Ziel ist es nicht, Mitarbeitende zu kontrollieren, sondern ihnen ein sicheres Umfeld zu bieten, in dem Überlastung offen angesprochen werden kann. Die Indikatoren dienen als Orientierungshilfe für Führungskräfte, um gemeinsam mit den Mitarbeitenden Lösungen zu entwickeln – nicht zur Bewertung individueller Leistung. Der Mehrwert für das Stadtwerk liegt in der Stärkung der Mitarbeitendengesundheit, der Reduktion von Ausfallzeiten und der Erhöhung der Arbeitszufriedenheit. Gleichzeitig wird die Organisation resilienter gegenüber Belastungsspitzen und kann produktiver und nachhaltiger arbeiten.

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
niedrig
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Personalabteilung zur Entwicklung der Indikatoren und Integration in bestehende Prozesse
  • Gesundheitsmanagement zur Abstimmung
  • Führungskräfte zur Anwendung und Interpretation der Indikatoren und zur Ableitung von Maßnahmen

Materielle Ressourcen:

  • IT-Tools zur Datenerfassung und Auswertung
Möglicher Ablauf
  1. Klärung der Zielsetzung
  2. Definition geeigneter Indikatoren
  3. Testlauf in ausgewählten Bereichen und Einholung von Feedback
  4. Sensibilisierung der Führungskräfte und transparente Kommunikation an Mitarbeitende
  5. Integration in bestehende Prozesse z. B. Mitarbeitergespräche, Gesundheitsmanagement, Team-Reviews
  6. Regelmäßige Auswertung, Anpassung der Indikatoren und Ableitung von Maßnahmen
Risiken
  • Gefahr der Wahrnehmung als Kontrollinstrument statt als Unterstützungsangebot
  • Eine unzureichende Sensibilisierung für die Erhebung von personenbezogenen Daten wie bspw. Fehlzeiten kann zu Datenschutzverletzungen führen
  • Geringe Akzeptanz und Beteiligung, wenn der Nutzen nicht klar ist
  • Unklare Indikatoren oder fehlende Datenbasis erschwert die Interpretation und die Ableitung von Maßnahmen
  • Indikatoren werden erhoben, aber nicht genutzt
Erfahrungen aus der Praxis