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Integration von CO₂-Prüfpunkten in Kernprozesse
Adressierte Fähigkeiten
  • Digitales Dekarbonisierungsmanagement
Voraussetzungen

CO₂-Kennzahlenübersicht mit Regeltermin und Maßnahmenboard; Digitales Dekarbonisierungs-Maßnahmenportfolio

Kurzbeschreibung

Im letzten Schritt wird digitales Dekarbonisierungsmanagement in Kernprozesse integriert. Prozessverantwortliche, IT und Fachbereiche ergänzen in Beschaffung, Einsatzplanung, Instandhaltung und Projektfreigaben verbindliche CO₂-Felder und Prüfpunkte. Mitarbeitende sehen bei Entscheidungen den erwarteten Emissionseffekt, können Alternativen vergleichen und dokumentieren Abweichungen mit Begründung. Bei stark steigenden Emissionstreibern erzeugt das System Hinweise an definierte Rollen, zum Beispiel wenn Kraftstoffverbrauch je Einsatz, Wärmeverluste oder Netzverluste vom Zielpfad abweichen. Hinweise lösen Aufgaben aus, die im Ticket- oder Workflow-System nachverfolgt werden; Verantwortliche schließen sie erst nach dokumentierter Maßnahme. IT sorgt für Rollen, Protokollierung und klare Schnittstellen zwischen Datenquellen, Kennzahlenübersicht und Portfolio, damit nichts manuell nachgepflegt werden muss. Beschaffung ergänzt Vergabekriterien um CO₂-Informationen, und die Projektfreigabe verlangt eine kurze CO₂-Begründung. Automatische Benachrichtigungen gehen an definierte Vertretungen, inklusive klarer Eskalationsstufen, damit Aufgaben nicht liegen bleiben. Schulungen und eine jährliche Prozessprüfung sichern, dass CO₂-Steuerung im Alltag funktioniert und sich kontinuierlich verbessert.

Aufwand
Personeller Aufwand
hoch
Zeitlicher Rahmen
hoch
Komplexität
hoch
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Prozessverantwortliche
  • IT-Anwendungsbetreuung
  • Fachbereichs-Key User
  • Einkauf
  • Instandhaltung/Leitstand
  • Controlling
  • Datenschutz (bei personenbezogenen Bezügen)
  • Qualitätsmanagement

Materielle Ressourcen:

  • BPM-/Workflow-System oder Formular-/Freigabelogik in Kernsystemen
  • Ticket-/Aufgabenmanagement
  • Benachrichtigungs-/Alarmierungsfunktion
  • Schulungsunterlagen und Prozessdokumentation
Möglicher Ablauf
  1. 2–3 Kernprozesse auswählen (z. B. Beschaffung, Einsatzplanung)
  2. CO₂-Felder, Grenzwerte und Verantwortlichkeiten definieren
  3. Formulare/Workflows konfigurieren und Datenanbindung testen
  4. Pilotprozess live schalten und zwei Zyklen begleiten
  5. Rollout auf weitere Prozesse inkl. Schulung
  6. jährliche Prozessprüfung und Anpassung der Regeln
Risiken
  • zusätzlicher Erfassungsaufwand → nur wenige Pflichtfelder, wo möglich automatisieren
  • Widerstand in Teams → Pilot mit klarer Entlastung (weniger Nachrechnen), schnelle Feedbackschleife
  • schlechte Daten treiben falsche Hinweise → Qualitätskennzahlen aus Maßnahme 2 als Voraussetzung
  • „Hinweise werden ignoriert“ → Eskalationsstufen, Vertretungen, Abschluss erst mit dokumentierter Maßnahme
Erfahrungen aus der Praxis