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Festlegung von CO₂-Mess- und Datenkonzept
Adressierte Fähigkeiten
  • Digitales Dekarbonisierungsmanagement
Voraussetzungen

keine

Kurzbeschreibung

Geschäftsführung benennt eine verantwortliche Person für Dekarbonisierung, Controlling stellt die Rechenlogik und Berichtspflichten sicher, IT klärt Datenzugänge. In zwei Workshops erfassen sie alle Emissionsquellen des Stadtwerks: Erzeugung, Netzbetrieb, Fuhrpark, Gebäude, Beschaffung und Dienstreisen. Für jede Quelle legen sie fest, welche Aktivitätsdaten gebraucht werden (z. B. kWh, m³ Gas, Liter Diesel, Tonnen Material), in welchem System sie entstehen und wer sie monatlich liefert. Anschließend definieren sie Systemgrenzen und Begriffe, stimmen die Schutzbedarfe mit Datenschutz und Revision ab und legen fest, welche Detailtiefe wirklich nötig ist. Sie sammeln Emissionsfaktoren in einem versionierten Katalog, dokumentieren Quellen und Stichtage und beschreiben einfache Plausibilitätsprüfungen (fehlende Werte, falsche Einheiten, unplausible Sprünge). IT legt ein Ablage- und Freigabeverfahren für Messkonzept, Faktoren und Formulare fest, damit Änderungen nachvollziehbar bleiben. Ergebnis nach sechs Wochen: ein Mess- und Datenaustauschplan mit Verantwortlichen, Fristen, Datenformaten und einer Pilotquelle; nach dem Pilot wird der Standard im Intranet veröffentlicht und in einer kurzen Einweisung erklärt.

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
niedrig
Komplexität
mittel
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Nachhaltigkeitsverantwortliche/r
  • Controlling/Controller/in
  • IT-Architekt/in
  • Fachbereichsvertretungen Erzeugung/Netz/Fuhrpark/Facility/Einkauf
  • Datenschutz
  • Revision

Materielle Ressourcen:

  • Vorlagen für Messkonzept und Faktorenkatalog
  • zentrale Ablage/DMS
  • kollaboratives Whiteboard
  • einfache Prüflisten zur Plausibilität
Möglicher Ablauf
  1. Rollen und Auftrag schriftlich festhalten
  2. Workshop 1: Quellen, Systemgrenzen, Begriffe
  3. Workshop 2: Aktivitätsdaten, Systeme, Lieferrollen
  4. Faktorenkatalog aufsetzen und Freigabeprozess definieren
  5. Pilotquelle auswählen und Testlauf durchführen
  6. Standard veröffentlichen und kurze Einweisung durchführen
Risiken
  • zu großer Scope und endlose Diskussionen → klare Systemgrenze und „gut genug“-Kriterium festlegen
  • fehlende Datenzugänge → IT klärt Zugriffe früh und definiert Übergangslösungen
  • uneinheitliche Begriffe → Glossar verbindlich machen
  • Faktoren werden „wild“ geändert → versionierte Freigabe mit Begründungspflicht
Erfahrungen aus der Praxis