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Kooperation mit Unternehmen
Adressierte Fähigkeiten
  • Vertrieb grünen Stroms
  • Vertrieb grüner Wärme
  • Vertrieb grüner Gase
  • Dynamisches Lastmanagement
  • Erzeugung grünen Stroms
  • Erzeugung und Verteilung grüner Wärme
  • Verteilung grünen Stroms
  • Energiedienstleistungen
  • Sektorübergreifende Projektentwicklung
  • Kollaboration mit lokalen und überregionalen Partnern
Voraussetzungen

Keine

Kurzbeschreibung

Die Maßnahme „Kooperation mit Unternehmen“ zielt darauf ab, Partnerschaften und Synergien zu schaffen, um Know-how auszutauschen sowie gemeinsam innovative Projekte oder Produkte im Bereich erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Sektorkopplung und Infrastruktur zu entwickeln und umzusetzen. Dabei kann die Kooperation mit Unternehmen unterschiedliche Formen annehmen, abhängig von den verfügbaren Ressourcen, den verfolgten Projekten sowie der Einbindung weiterer Partner – etwa in Form von Projektgesellschaften, Joint Ventures oder Energiegenossenschaften. Besonders im Bereich des Energiedatenmanagements, der E-Mobilität oder bei den Digitalisierungsvorhaben können solche Kooperationen für Stadtwerke von großem Nutzen sein, da sie den Zugang zu neuen Geschäftsfeldern erleichtern können und wertvolle Impulse liefern. Zudem ermöglichen solche Kooperationen Stadtwerken den Zugang zu zusätzlichem Kapital, Flächen, Fachkräften und Know-how. Investitions- und Betriebsrisiken können geteilt werden. Die Maßnahme soll eine systematische Herangehensweise etablieren, um geeignete Kooperationspartner zu identifizieren, Projekte zu entwickeln und langfristige Win-Win-Partnerschaften zu gestalten. Der Umfang der Maßnahmen kann sich je nach der Intensität der Kooperation unterscheiden. In diesem Sinne sollte die Maßnahme bei intensiven Kooperationen eine klare und gemeinsame Formulierung der Ziele und Strategien, die Auswahl konkreter Handlungsfelder sowie die Koordination der personellen, finanziellen und technischen Ressourcen der Stadtwerke und ihrer Partner umfassen. Ein weiterer Aspekt ist bspw. die Etablierung eines gemeinsamen Wissensmanagements sowie einer Infrastruktur zur übergreifenden Datennutzung. Zudem sollten Kommunen, politische Entscheidungsträger und weitere relevante Akteure eingebunden werden, um die Akzeptanz und Legitimität der Kooperation und der einzelnen Handlungsfelder sicherzustellen. Eine gemeinsame Kommunikationsstrategie zur Außendarstellung der Zusammenarbeit kann Transparenz und Offenheit für Innovationen signalisieren. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern kann zur Erweiterung des Geschäftsportfolios beitragen und ermöglicht es Stadtwerken, sich zukunftsorientiert aufzustellen. Durch eine solche Zusammenarbeit und den damit verbundenen Wissensaustausch kann die Effizienz der Projektumsetzung gesteigert werden, was die Wettbewerbsfähigkeit sowohl des Unternehmens als auch des Stadtwerks stärken kann. Im Kontext des Ausbaus erneuerbarer Energien können Kooperationen maßgeblich zur Beschleunigung der Dekarbonisierung beitragen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit in der jeweiligen Region durch eine diversifizierte und resiliente Energieinfrastruktur nachhaltig stärken.

Aufwand
Personeller Aufwand
mittel
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
mittel
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Leitung der Kooperation zwischen dem Stadtwerk und den Unternehmen sowie anderen involvierten Stakeholdern
  • Personal für die Kapitalbeteiligung und Risikobewertung
  • Fachpersonal zur Ausarbeitung der Handlungsfelder
  • Personal für Pressearbeit und die Kommunikation nach außen 
  • Technisches Personal für die Durchführung des Projektes

Materielle Ressourcen:

  • Tools zur Projektverwaltung, Finanzplanung und Kommunikation
  • Technische Infrastruktur für z.B IT-Systeme
Möglicher Ablauf
  1. Strategische Zielsetzung und Bedarfsanalyse
  2. Akquisition von möglichen Partnern und Kapitalgebern
  3. Kooperations- und Geschäftsmodellentwicklung
  4. Vertragsgestaltung und Umsetzung
  5. Entwicklung und Durchführung einer gemeinsamen Kommunikationsstrategie
Risiken
  • Fehlkalkulation der Kosten oder Erträge
  • Fördermittel könnten nicht bewilligt oder gekürzt werden, sodass sich das Projekt verzögert oder gänzlich gestrichen wird
  • Widerstand von Dritten (z.b Windkraftgegnern, NGO’s) gegen bestimmte Projekte
  • Unterschiedliche Zielvorstellungen oder Zeithorizonte zwischen Partnern
  • Komplexität in der Vertragsgestaltung und Governance
  • Abhängigkeit von Einzelpartnern bei großen Projekten
  • Reputationsrisiken bei Scheitern der Kooperation
Erfahrungen aus der Praxis

Die Stadtwerke Düsseldorf arbeiten mit dem Konzern Henkel zusammen und nutzen die Kamin-Abwärme des Kraftwerks für das städtische Fernwärmenetz. Dadurch lässt sich der Erdgasverbrauch erheblich reduzieren. EnBW, Thüga Erneuerbare Energien und das Stadtwerk Tauberfranken haben gemeinsam zwei Solarparks mit insgesamt 68 MW Leistung realisiert.