
Data-Governance-Stelle; Cloud Data Hub
Fachbereiche, IT und Datenverantwortliche führen ein Master-Data-Management ein, um Stammdaten zu vereinheitlichen. Datenstewards definieren Standards für Kunden-, Lieferanten- und Materialstämme, beschreiben Pflichtfelder, Vergaberegeln und Prüfungen. In einer Bereinigungsphase sichten die Teams vorhandene Quellen, markieren Dubletten, klären Widersprüche und legen je Objekt einen „Golden Record“ fest. Mitarbeitende pflegen Neuanlagen und Änderungen über geführte Formulare ein; strittige Fälle gehen in einen Freigabeworkflow. Die IT betreibt eine MDM-Plattform, richtet Abgleiche mit ERP, CRM und BI ein, protokolliert Änderungen versioniert und dokumentiert Schnittstellen. Ein Rollenmodell regelt Verantwortlichkeiten entlang der Lebenszyklen; Schulungen befähigen Bearbeitende, die Regeln sicher anzuwenden. Fachbereiche überwachen Qualitätskennzahlen wie Vollständigkeit, Eindeutigkeit und Aktualität, berichten monatlich im Data-Governance-Board und korrigieren Abweichungen zeitnah. Vor Produktivsetzung testen Fachbereiche die Replikation end-zu-end und prüfen, ob Berichte konsistent bleiben. Veröffentlichte Stammdaten verteilen die Teams nach dem Publish/Subscribe-Prinzip in nachgelagerte Systeme. So arbeiten alle mit identischen Stammdaten, Medienbrüche sinken, und Auswertungen werden verlässlich. Gleichzeitig verkürzt das Unternehmen Neuanlagen, reduziert Rückfragen und schafft klare Zuständigkeiten.