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Kooperation und Vernetzung mit anderen Stadtwerken
Adressierte Fähigkeiten
  • Vertrieb grünen Stroms
  • Vertrieb grüner Wärme
  • Vertrieb grüner Gase
  • Dynamisches Lastmanagement
  • Erzeugung grünen Stroms
  • Erzeugung und Verteilung grüner Wärme
  • Verteilung grünen Stroms
  • Energiedienstleistungen
  • Kollaboration mit lokalen und überregionalen Partnern
Voraussetzungen

Keine

Kurzbeschreibung

Die Maßnahme zur Kooperation und Vernetzung mit anderen Stadtwerken zielt darauf ab, Synergien zu nutzen, um Know-how und Best Practices auszutauschen sowie gemeinsam innovative Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Dabei kann der Zusammenschluss mehrerer Stadtwerke durch Initiativen, übergeordnete Organisationen oder spezialisierte Dienstleister erfolgen. Bestandteile dieser Vernetzung können die gemeinsame Entwicklung einer Strategie zur deutlichen Reduktion der Treibhausgasemissionen, der verstärkte Ausbau und die Bereitstellung erneuerbarer Energien, aber ebenso die Digitalisierung, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, der Wissenstransfer sowie die Bearbeitung weiterer stadtwerkspezifischer Themen und Herausforderungen sein. Solche Kooperationen können einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung, zur Energiewende und zur Erreichung von Klimaschutzzielen leisten. Gleichzeitig ermöglichen sie die Verwirklichung generationengerechter Ziele auf lokaler Ebene und fördern die regionale Wertschöpfung. Die Maßnahme sollte eine klare und gemeinsame Formulierung der Ziele und Strategien, die Auswahl konkreter Handlungsfelder sowie die Koordination der personellen, finanziellen und technischen Ressourcen der Stadtwerke umfassen. Als Beispiele für Zusammenschlüsse können die Mitgliedschaft bei der Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW), Trianel oder die Stadtwerke-Initiative Klimaschutz angeführt werden. Ein weiterer Aspekt ist bspw. die Etablierung eines gemeinsamen Wissensmanagements sowie einer Infrastruktur zur stadtwerkeübergreifenden Datennutzung. Zudem soll die Einbindung von Kommunen, politischen Entscheidungsträgern und weiteren relevanten Akteuren erfolgen, um die Akzeptanz und Legitimität der Kooperation und der einzelnen Handlungsfelder sicherzustellen. Eine gemeinsame Kommunikationsstrategie zur Außendarstellung der Zusammenarbeit kann Transparenz und Offenheit für Innovationen signalisieren. Durch Kooperationen können Ressourcen effizienter genutzt werden, um gemeinsame Lösungen für zentrale Herausforderungen wie Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und ökologische Nachhaltigkeit zu erarbeiten. Dabei werden Kosten und Risiken auf mehrere Beteiligte verteilt, wodurch die finanzielle Belastung einzelner Stadtwerke reduziert wird.

Aufwand
Personeller Aufwand
niedrig
Zeitlicher Rahmen
niedrig
Komplexität
niedrig
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Leitung der Kooperation und Vernetzung zwischen den Stadtwerken
  • Fachpersonal zur Ausarbeitung der Handlungsfelder
  • Personal für Pressearbeit und die Kommunikation nach außen

Materielle Ressourcen:

  • Kommunikationsplattformen und digitale Tools
Möglicher Ablauf
  1. Auswahl und Ansprache der Kooperationspartner
  2. Initiierung eines Kick-Off-Termins zum Start der Zusammenarbeit
  3. Definition der Ziele, Handlungsfelder sowie Strategie- und Konzeptentwicklung innerhalb des Netzwerks
  4. Koordination der personellen, finanziellen und technischen Ressourcen
  5. Verstetigung der Kooperation
  6. Entwicklung und Durchführung einer gemeinsamen Kommunikationsstrategie
Risiken
  • Eine unklare Zieldefinition oder Strategieentwicklung kann zu unzureichenden Resultaten führen
  •   Ohne die Einbindung relevanter Fachabteilungen und Schlüsselpersonen bleibt die Maßnahme isoliert und wirkungslos
Erfahrungen aus der Praxis

Die Energieversorgung Oberhausen sowie die Stadtwerke Bochum, Dinslaken, Duisburg, Essen und Dortmund haben das Stadtwerke-Konsortium Rhein Ruhr gegründet, um durch ihre gemeinsame Kooperation neue Geschäftsfelder zu erschließen.