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Erstellung eines Transformationsplans oder einer Machbarkeitsstudie zur erneuerbaren/abwärmebasierten Wärmeversorgung eines Wärmenetzes
Adressierte Fähigkeiten
  • Vertrieb grüner Wärme
  • Erzeugung und Verteilung grüner Wärme
Voraussetzungen

Keine

Kurzbeschreibung

Über das Wärmeplanungsgesetz besteht eine Pflicht zur Transformation der Wärmenetze hin zu einer klimaneutralen Wärmerzeugung. Zudem werden als Folge der kommunalen Wärmeplanung Vorranggebiete für Wärmenetze ausgewiesen, in denen bestehende Wärmenetze ausgebaut werden oder neue Netzgebiete entstehen sollen. Damit kommt auf alle Wärmenetzbetreiber ein hoher Transformations- und Ausbaubedarf zu. Der erste Schritt auf diesem Weg ist die Erstellung eines Transformationsplans für bestehende Netze oder eine Machbarkeitsstudie für neue Netze, um das Zielbild für das Netz zu entwickeln und die Wirtschaftlichkeit zu bewerten. Transformationspläne und Machbarkeitsstudien können über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert werden und sind zudem Voraussetzung für Investitionsförderungen nach BEW (Stand April 2025). Im Rahmen der Transformationspläne/Machbarkeitsstudien werden Bestandsdaten und Potenziale erhoben sowie zukünftige Bedarfe unter Berücksichtigung von Sanierungsraten sowie Netzausbau und Netzverdichtung bestimmt. Ausgehend davon wird ein Konzept für die zukünftige Wärmeerzeugung unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit und der lokalen Rahmenbedingungen erarbeitet. Dieses beinhaltet auch die Ableitung von netzseitigen Maßnahmen (beispielsweise eine Temperaturabsenkung des Netzes, um erneuerbare Energien einbinden zu können, der Austausch von Rohrleitungen oder Digitalisierungsmaßnahmen). Das Ergebnis ist der Entwicklungspfad hin zum Zielkonzept inkl. konkreter Maßnahmenschritte und dem entsprechenden Kostenrahmen. Transformationspläne und Machbarkeitsstudien können, je nach vorhandenen Kapazitäten und Know-how in Eigenregie oder mit der Unterstützung von externen Beratern, Dienstleistern oder Fachplanern durchgeführt werden. Neben der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen zur erneuerbaren und abwärmebasierten Versorgung von Wärmenetzen wird durch die Transformation der Wärmeversorgung die Kundenattraktivität erhöht, da Kunden ihrerseits die eigenen Anforderungen einer erneuerbaren Wärmeversorgung über den Anschluss an das Wärmenetz erfüllen können. Zudem wird über eine erneuerbare Wärmeerzeugung eine Unabhängigkeit von Energiepreisen erzielt.

Aufwand
Personeller Aufwand
hoch
Zeitlicher Rahmen
mittel
Komplexität
niedrig
Ressourcen

Personelle Ressourcen:

  • Ggf. Dienstleister für die Erstellung des Transformationsplans/der Machbarkeitsstudie
  • Strategieentwicklungsteam für Durchführung oder Ausschreibung/Begleitung der Transformationsplanung/Machbarkeitsstudie

Materielle Ressourcen:

    Möglicher Ablauf
      Risiken
      • Erhöhung der Wärmepreise durch die Transformation, bzw. keine wirtschaftliche Tragfähigkeit des Netzum-/Neubaus
      • Fehlende Akzeptanz, die zu geringen Anschlussquoten und damit zu einer unzureichenden Wirtschaftlichkeit führt
      • Nicht-ausreichende Datenverfügbarkeit, die die Konzepterstellung erschwert, bzw. zu hohen Unsicherheiten in den Ergebnissen führt
      • Fehlende Abstimmung mit anderen Planungsprozessen (z.B. kommunale Wärmeplanung), sodass Synergien nicht genutzt werden
      Erfahrungen aus der Praxis